Mai - Wachstumsimpulse

 

 

 

 

Wachsen heißt,

der Weite des Himmels sich öffnen

und zugleich

in das Dunkel der Erde wurzeln.

Martin Heidegger

 

Hildegard Rezept Knuspermüsli

Wie wäre es mit einer Morgenstärkung für unser Wachstum, einem selbstgemachten Knuspermüsli?

 

1 Vanilleschote halbieren und das Mark auskratzen. 150 g Butter in Flöckchen schneiden. Mit 3 Eßlöffeln Sonnenblumenöl, 150 g Honig und 150 g Rohrzucker mischen und langsam unter Rühren erhitzen. 700 g Dinkelflocken, 100 g geriebene Mandeln, 100 g Sesam, 100 g Sonnenblumenkerne, Vanillemark, 1 TL Bertrampulver, 1 TL Galgantpulver, 1 TL Nelkenpulver und 1 TL Zimt gut unterrühren.

Diese Masse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech streichen und bei 140 ° auf der mittleren Schiene des Backofens 35 Minuten rösten. Dabei mehrmals umrühren.

Das Müsli kann man mit Milch, Topfen oder Joghurt genießen.

 

Hildegardlehre Mikrokosmos Mensch

Hildegards Welt- und Menschenbild wurzelt in der Heiligen Schrift und in ihren religiösen Visionen. Konsequenterweise beginnt sie daher ihr Buch über die Heilkunde mit der Schöpfungsgeschichte der Bibel.

Krankheit entsteht nach Hildegards Auffassung durch den Sündenfall. Aber der Mensch ist seinem Schicksal nicht hilflos ausgeliefert, sondern kann das Leid verringern, indem er mit seinem Körper verantwortungsvoll umgeht. Krankheit ist nach Hildegards Verständnis eine Ermangelung, ein Unterbleiben, wohingegen Gesundheit durch die entsprechende Lebensführung permanent geschaffen werden kann. Die seelische Verfassung und das Denken des Menschen tragen genauso wie die körperliche Ebene zu Krankheit bei.

Da die vier Elementarkräfte (Feuer, Luft, Wasser, Erde) nicht nur den Kosmos, sondern auch den Mikrokosmos Mensch gestalten, sind Mensch und Kosmos letztlich also eins; die Welt ist im Großen so wie im Kleinen, wie oben, so unten.

Das Körperschema des Menschen - Kopf, Brustraum, Bauch, Gliedmaßen - spiegelt sich nach Hildegards Auffassung in den Naturräumen und Weltkräften wieder. So entsprechen beispielsweise die Füße den Flüssen, das sie den Menschen durch den Kreislauf des Lebens tragen, die Nase korreliert mit den Luftzonen der Erde, der Weltraum findet in Hildegards Weltbild seine Entsprechung im menschlichen Magen, da beiden die Prinzipien von Aufnehmen, Sich-aneignen, Verarbeiten und Ausstoßen zu eigen sind. Der Weltraum fungiert also als "kosmischer Magen" - ein weiterer Hinweis darauf, welch große Bedeutung die richtige Ernährung im Mensch-Sein hat.

Zitiert aus "Das große Buch der Hildegard von Bingen. Bewährtes Heilwissen für Gesundheit und Wohlbefinden" Komet Verlag

 

 

Finde deinen

ganz persönlichen Weg.

Nur dein

ganz persönlicher Weg

wird dich

zum wahren Leben führen.

Anselm Grün

 

 

 

 

 

 

Selbstmassage Fußbelebung

Eine rasche Belebung, da die Füße mit allen Organen verbunden sind.

  1. Setzen Sie sich auf einen Stuhl, mit dem rechten Fuß auf dem linken Knie. Alternativ dazu können Sie sich mit überkreuzten Beinen auf den Boden setzen. Falls Sie dabei den rechten Fuß nicht über das linke Knie bekommen, leben Sie ihn vor dem Knie auf  den Boden. Der Rücken soll aufrecht und locker sein.
  2. Legen Sie die Zehen des rechten Fußes zwischen beide Handflächen. Reiben Sie die Zehen, indem Sie die Handflächen schnell und rhythmisch auf und ab bewegen. Das Reiben etwa 30 Sekunden oder länger fortsetzen, bis Sie merken, wie der obere Teil des Fußes warm wird.
  3. Nun zum mittleren Teil des Fußes übergehen. Die Mitte der Sohle und den Rist sanft zwischen die beiden Handflächen klemmen und kräftig reiben. Sie können das Tempo variieren und allmählich schneller und langsamer werden. 30 Sekunden fortsetzen, bis Sie spüren, wie sich vom Fuß bis zum Unterschenkel Wärme ausbreitet.
  4. Den rechten Fußknöchel mit der linken Hand stützen. Linke Handfläche längs an die rechte Fußsohle legen und damit kräftig über die gesamte Sohle, von der Ferse bis zu den Zehen reiben. 30 Sekunden fortsetzen. Danach Füße wechseln und Schritt 1-4 am linken Fuß wiederholen.

Entnommen aus "Massage", Beata Aleksandrowicz

 

Kneipplehre - Die Diaita: der richtige Lebenswandel

Oft sind wir blind und taub gegenüber den körpereigenen Signalen und funktionieren nur noch. Aus der Überforderung werden solche Signale verdrängt oder infolge von Reizüberflutung nicht mehr wahrgenommen. Die Mischung aus Forderung Überforderung wird durch diese falsche Dosierung zum Nachteil. Der richtige Lebenswandel, die Diaita, wird gestört und biologische Rhythmen werden verändert. Die körpereigenen Botenstoffe werden fehlgesteuert und es beginnt eine krankmachende Informationsübertragung an jede einzelne Zelle des Körpers.

Der Zusammenhang von Körper und Psyche, die Psychosomatik, wurde mir in meiner Arbeit als Arzt immer mehr bewusst und faszinierte mich mehr und mehr. Die Beschwerden meiner Patienten, oder nennen wir es Zustände, sind mit im Gespräch immer wieder als eine krankmachende, treibende Kraft erschienen. Durch eine ausführliche Ursachenforschung (Anamnese nennt dies der Mediziner) konnte ich an die Wurzel des körperlich-seelischen Problems gelangen. 

Wenn unser Körper anhaltend überfordert ist, nimmt seine natürliche Widerstandskraft ab - es entsteht Schaden. Der Physiologe Hans Selye beschreibt dieses Geschehen wie folgt: 1) Der Körper wird überfordert, die Stresshormone nehmen zu (mit allen Nebenwirkungen), der Körper ist auf hohe Leistung eingestellt (er gibt "Vollgas"). Das führt zu einer Alarmreaktion. 2) Der Körper möchte sein Belastungsniveau zurückfahren, um in eine Ruhephase zu gelangen, in seinen Normalzustand. Diese gelingt nicht; dem Druck kann aber nicht standgehalten werden. Selye nennt dies die Widerstandsphase. 3) Als weitere Folge der anhaltenden Erhöhung der Stressbotenstoffe kommt es zu einer Schädigung der Körperzellen und Schwächung der Immunantwort. Eine nachteilige Basis für unseren Körperlichen und psychischen Zustand entsteht. Dieser Zustand wird als Erschöpfungsstadium bezeichnet. Dadurch wird das Regulationsgeschehen des Körpers heruntergefahren oder sogar ganz ausgeschaltet. Eine Krankheit oder Zellwachstumsentgleisung hat uns komplett im Griff.

Eine einzelne Maßnahme, um nicht in das fatale Erschöpfungsstadium zu gelangen, gibt es wohl nicht. Hier kann nur eine Änderung der Lebensweise der Türöffner zum gesundheitlichen Erfolg sein. Immer wieder bemerke ich bei manchen meiner Patienten die Einstellung, dass die Änderung verschiedener Äußerlichkeiten, das Zudecken von warnenden Körpersignalen, plötzlich eine Lebenssituation verändern sollte. Dies ist aber kein gangbarer Weg. Die Veränderung wird nur dann erfolgreich sein, wenn eine innere Überzeugung, eine zielgerichtete Entscheidung erfolgt!

Entnommen aus "Gesund aus eigener Kraft. Sebastian Kneipps altbewährtes Heilwissen.", Dr. Hans Gasperl

 

Kräuterkunde - Frauenmantelsalbe

Zutaten:

1 Handvoll Frauenmantel (Blüten, Blätter, Stängel)

100 g Bio-Olivenöl

10 g Bienenwachse

Den zerkleinerten Frauenmantel in ein Schraubglas geben und mit dem Olivenöl übergießen - es sollte alles bedeckt sein. 14 Tage ziehen lassen.

Danach in einem Topf erhitzen und 15 Minuten auf niedriger Flamme köcheln lassen, abseihen und erneut mit dem Bienenwachs erwärmen. In Tiegel füllen, abkühlen lassen und verschließen.

Haltbarkeit: etwa 4 Monate bei Zimmertemperatur.

Man erhält eine Salbe, die bei Menstruationsschmerzen auf Bauch und Rücken aufgetragen werden kann.

Übrigens: Die Männer können mit dieser Salbe Rückenschmerzen lindern.

 

 

Liebe weckt in uns eine Kraft,

die uns unser eigenes Geheimnis

entdecken lässt.

Sie kann unser leeres Herz verwandeln

zu einem Ort von Licht und

Herrlichkeit.

Anselm Grün